Embolisation bei Pelvic Congestion Syndrome (PCS)
Die Embolisation ist die minimal-invasive Standardtherapie beim Pelvic Congestion Syndrome (PCS). Dabei werden die erweiterten, funktionsuntüchtigen Beckenvenen von innen gezielt verschlossen, sodass sich das rückgestaute Blut nicht mehr in ihnen sammeln kann.
Der Eingriff erfolgt über einen kathetergestützten Zugang, meist über die Leisten- oder Armvene, unter Röntgenkontrolle. Kleine Metallspiralen (Coils) oder ein Verödungsmittel verschließen die betroffene Vene dauerhaft – ohne dass ein Bauchschnitt notwendig ist.
Die Embolisation zählt zu den am besten untersuchten Verfahren bei PCS: Studien zeigen technische Erfolgsraten von 98 bis 100 Prozent und eine anhaltende Beschwerdebesserung bei 80 bis 93 Prozent der Patientinnen.
Wichtige Informationen:
Bewährter Standard bei PCS
Die Embolisation ist ein minimal-invasives, seit vielen Jahren etabliertes Verfahren zur Behandlung des Pelvic Congestion Syndrome. Sie führt bei den meisten Patientinnen innerhalb weniger Wochen zu einer anhaltenden Verbesserung der Beschwerden.
So läuft der Eingriff ab
Über einen kleinen Zugang, meist an der Leiste, führt die Ärztin oder der Arzt einen dünnen Katheter unter Röntgenkontrolle bis zu den betroffenen Beckenvenen vor. Dort werden die erweiterten Venen mit kleinen Spiralen (Coils) und/oder einem Verödungsmittel gezielt verschlossen. Der Eingriff erfolgt meist ambulant oder mit kurzem stationärem Aufenthalt unter örtlicher Betäubung oder leichter Sedierung.
Wirkung und Erfolgsaussichten
Die Embolisation gilt als sehr wirksam: Studien zeigen technische Erfolgsraten von 98 bis 100 Prozent, bei 80 bis 93 Prozent der Patientinnen bessern sich die Beschwerden über ein bis fünf Jahre anhaltend.
Mögliche Nebenwirkungen
Nach dem Eingriff können vorübergehende Unterbauchschmerzen, ein leichtes Ziehen im Rücken oder ein blauer Fleck an der Einstichstelle auftreten. Ernsthafte Komplikationen wie eine Verlagerung der Spirale oder eine Venenentzündung sind selten.
Nach dem Eingriff & Alternativen kennen
Die meisten Patientinnen können den Eingriffstag noch oder am Folgetag die Klinik verlassen und sind innerhalb weniger Tage wieder im Alltag aktiv. Als Alternative oder Ergänzung kommt eine medikamentöse Therapie infrage – insbesondere als erster, konservativer Behandlungsschritt oder wenn eine Embolisation (noch) nicht gewünscht wird.
Frequently Ask Questions
Häufig gestellte Fragen in Verbindung mit der Embolisation bei PCS.
Wie sicher ist die Embolisation und wie gut sind die Erfolgsaussichten?
Die Embolisation gilt als sehr sicheres Verfahren mit hohen Erfolgsraten (98–100 % technischer Erfolg) und einer dauerhaften Beschwerdebesserung bei der großen Mehrheit der Patientinnen.
Was passiert nach dem Eingriff – bin ich schnell wieder auf den Beinen?
Ja, die Embolisation ist deutlich schonender als eine offene Operation. Viele Patientinnen sind bereits nach ein bis zwei Tagen wieder im Alltag aktiv, sollten aber körperliche Anstrengung für ein bis zwei Wochen meiden.
Beeinflusst die Embolisation meine Fruchtbarkeit?
Nein, die Eierstöcke selbst werden bei der Embolisation nicht behandelt – nur die venösen Blutgefäße. Ein Einfluss auf die Fruchtbarkeit ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht zu erwarten.
Gibt es Alternativen – und für wen sind sie sinnvoll?
Ja. Eine medikamentöse bzw. hormonelle Therapie kann als erster, weniger invasiver Behandlungsschritt sinnvoll sein – vor allem bei leichteren Beschwerden. Bleibt die Wirkung aus, ist die Embolisation die wirksamere, langfristige Lösung. Ihre Fachärztin oder Ihr Facharzt berät Sie individuell.